Die iranische Künstlerin und Forscherin Leila Moosavi promoviert an der Eugeniusz-Geppert-Akademie für Kunst und Design im polnischen Breslau. In ihrer Arbeit setzt sie sich kritisch mit Gehirnwäsche, Manipulation und Propaganda totalitärer Regime auseinander. Ihre Forschung untersucht, wie Kunst diese Mechanismen offenlegen und das Publikum für die Beeinflussung der Wahrnehmung sensibilisieren kann.
Moosavis Weg begann in der Kindheit mit Malerei und Zeichnen. Ihr Verständnis für visuelle Kommunikation vertiefte sie durch Grafikdesign in Schule und Studium. 2018 zog sie für einen Master in Malerei nach Posen. Zwei Jahre später folgte ein Masterstudium in Glaskunst in Breslau, was ihre Formensprache entscheidend erweiterte.
In aktuellen Werken verbindet sie traditionelle persische Lithografie mit zeitgenössischen Materialien und Konzepten. So entstehen visuell eindrucksvolle Arbeiten, die Narrative hinterfragen und verborgene Bedeutungen aufdecken. Moosavis Kunst ist poetisch und symbolisch, setzt sich jedoch direkt mit komplexen gesellschaftspolitischen Realitäten auseinander. Sie entwickelt Projekte, die eine Brücke zwischen visueller Erzählkunst und kritischem Denken schlagen, um Kontrollsysteme zu hinterfragen und das Bewusstsein zu schärfen.