Der in Halle (Saale) geborene Künstler und Grafiker Camillo Richter startete seinen Weg autodidaktisch: 2001 lernte er über ein MacBook erste Designprogramme, erweiterte seine Arbeitsweise 2010 durch ein iPad und studierte bis 2014 Grafik/Illustration in Dessau. Nach Ausstellungen an der Burg Giebichenstein und in Sofia wagte er 2015 den Schritt in die Selbstständigkeit.
Richters Schaffen verbindet digitale Kunst, Grafik und soziale Verantwortung. 2021 wurden seine Werke beim Tag der Deutschen Einheit an die Burg Giebichenstein projiziert und live im Fernsehen übertragen. Seit einer erfolgreichen Schau in Taicang (2022) stellt er zudem jährlich in China aus. 2025 folgten Höhepunkte wie der Publikumspreis beim Karlsruher Kunstpreis für eine vom Vermächtnis seiner Mutter inspirierte Grafik, ein Großauftrag in Amsterdam sowie eine Benefiz-Auktion für das Stadtbad Halle. Seine Verbundenheit zur Region zeigt sich auch in Projekten mit Behindertenwerkstätten.
Zuletzt widmete sich Richter intensiv der Naturthematik. Nach einem Arbeitsaufenthalt auf Hiddensee stellte er Ende 2025 die Reihe „Vermächtnis“ im Justizzentrum Halle aus, gefolgt von der Schau „Naturbrand“ in Rotterdam Anfang 2026. Seine Werke betrachten Natur dabei nicht als Idylle, sondern als fragiles, vom Menschen bedrohtes System.