Ich bin gebürtige Wittenbergerin und habe meine Ausbildung zur Keramikerin in einer Porzellanfabrik absolviert. Dort entwickelte ich ein tiefes Verständnis für Material, Form, Präzision und handwerkliche Abläufe.
Ursprünglich war mein Weg klar in Richtung Design ausgerichtet, ein entsprechendes Studium war geplant. Durch familiäre Veränderungen wandelte sich meine künstlerische Ausrichtung grundlegend. Ich löste mich vom funktionalen Design und begann, Keramik als skulpturales Ausdrucksmittel zu nutzen. In dieser Phase entstanden freie Arbeiten und erste Ausstellungen, bei denen das Modellieren und der künstlerische Ausdruck im Mittelpunkt standen.
Um meine Arbeit langfristig tragen zu können, stellte ich später bewusst auch funktionale Keramik her. Gebrauchskeramik wurde zu einer wirtschaftlichen Grundlage, ohne den künstlerischen Anspruch aufzugeben. Die Verbindung aus Funktion, Gestaltung und handwerklicher Qualität prägt meine Arbeit bis heute. Parallel dazu sammelte ich Erfahrungen im sozialen und pädagogischen Bereich, die meinen Blick auf kreative Prozesse und Vermittlung vertieft haben.
Keramik verstehe ich als Medium für Beziehung, Alltag und künstlerische Haltung. Meine Arbeiten wurden in Ausstellungen gezeigt; zudem war ich auf Kunstmärkten und Messen unter anderem in Stuttgart, Frankfurt und Berlin vertreten. Neben der Keramik arbeite ich auch als Malerin, überwiegend in Acryl und Aquarell.