Der 1963 in Halberstadt geborene Wieland Wetzel blickt auf eine facettenreiche künstlerische Vita. Seine handwerkliche Basis legte er mit einer Ausbildung zum Werkzeugmacher in Wernigerode (1979–82) und zum Graveur in Magdeburg (1987–89). Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Gestalter in Wernigerode und realisierte 1995 sein erstes Projekt im öffentlichen Raum. 1996 folgte der Meisterbrief im Gravierhandwerk in Suhl. Unternehmerisch gründete er 2006 die etagon GmbH für Kulturräume und Medien, gefolgt von eigenen Werkstudios in Blankenburg und Schwerin im Jahr 2010.
Wetzels kreatives Schaffen im öffentlichen Raum prägt seither zahlreiche Orte. Zu seinen markanten Stationen gehören der Hugenottenpark in Schwedt (2011), die BUGA Brandenburg in Havelberg (2015), der Planetenweg in Burg (2018), Arbeiten im Teutoburger Wald (2019) sowie die Präsenz auf der Kunst-Mitte in Magdeburg (2021/22).
Seine vielschichtigen Werke entstehen aus unterschiedlichsten Materialien und Objekten. Durch diese gezielten Kompositionen eröffnet Wetzel neue Sichtweisen, definiert Positionen neu und wirft fundamentale Fragen auf. Ein wiederkehrendes, zentrales Element seines Schaffens bildet dabei die Kugel. Als Vollendung aller Formen und Sinnbild für den ewigen Kreislauf taucht sie in seinen künstlerischen Arbeiten in variierenden Verwendungen immer wieder auf.